Rigpa-Verhaltenskodex und Gemeinsame Werte

Der Rigpa-Verhaltenskodex orientiert sich an zeitgemäßen weltlichen und buddhistischen ethischen Grundsätzen. Er benennt inakzeptables Verhalten und bietet einen klaren Weg, um Verstöße zu melden und Beschwerden zu klären.

Einleitung

Die Rigpa-Sangha ist eine internationale Gemeinschaft von Menschen, die der tibetisch-buddhistischen Tradition folgen. Gemeinsam bemühen wir uns, die Prinzipien des Friedens, des Mitgefühls und der Weisheit zu studieren, zu praktizieren und zu verkörpern, so wie sie der Buddha lehrte und viele große Meisterinnen und Meister, vergangene und gegenwärtige, sie weitergaben.

Die Lehren des Buddha enthalten bereits umfassende Anleitungen zu ethischem Verhalten. Hier fassen wir zentrale Aspekte zusammen und bieten praktische Richtlinien, um die Erwartungen gegenüber allen, die an Rigpa-Veranstaltungen und -Aktivitäten teilnehmen, klar darzulegen. Alle, die bei Rigpa mitwirken, sind dazu aufgerufen, sich gemäß den geltenden Gesetzen des Landes und den in diesem Kodex beschriebenen Werten zu verhalten.

Mit der Festlegung dieser Werten und Verhaltensstandards möchten wir nicht nur eine Grundlage für Bildung und Training schaffen, wir hoffen auch, Menschen dazu anzuregen, ihr eigenes Verhalten im Licht zeitgemäßer und buddhistischer Ethik zu hinterfragen. In klarer Sprache benennt der Kodex inakzeptables Verhalten und bietet einen direkten Weg, Verstöße zu melden und Beschwerden zu klären.

In den Jahren 2017 und 2018 nahm die internationale Rigpa-Gemeinschaft über mehrere Monate an Workshops und Gesprächen teil und hatte die Gelegenheit, Rückmeldungen zu diesen Themen einzureichen. Aus den gemeinsamen Beiträgen entstanden die Richtlinien gemeinsamer Werte, die in der Weisheit und dem Mitgefühl des buddhistischen Pfades wurzeln und den Verhaltenskodex ergänzen.

Alle, die eine Rolle oder Funktion bei Rigpa innehaben, sind dazu verpflichtet, den Verhaltenskodex zu unterzeichnen und regelmäßig an ethischen Schulungen teilzunehmen. Diese umfassen Themen wie das Erkennen von Fehlverhalten, den Umgang mit Beschwerden und das Lösen von Konflikten.

Zusätzlich zum Verhaltenskodex wurde ein einfacher Beschwerdeprozess entwickelt, der Möglichkeiten zur Konfliktlösung, zur Entgegennahme formeller Beschwerden und zur Empfehlung von Maßnahmen bei Fehlverhalten an Vorstände und nationale Teams bietet. Rigpa hat nationale Beschwerdegremien eingerichtet, die bei der Lösung von Beschwerden beraten und Verstöße gegen den Kodex untersuchen.

Rigpa setzt sich dafür ein, ein Klima zu schaffen, in dem sich alle sicher und befähigt fühlen, offen Rückmeldungen zu geben, Bedenken zu äußern und unethisches Verhalten zu melden.

Der Verhaltenskodex und die Richtlinien gemeinsamer Werte wurden von allen Vorständen der Rigpa-Organisationen angenommen und werden regelmäßig überprüft.

Verhaltenskodex

Rigpa ist eine internationale Gemeinschaft von Menschen, die der tibetisch-buddhistischen Tradition folgen. Gemeinsam wünschen wir uns ein sicheres Umfeld für die Praxis und das Studium der buddhistischen Lehren zu schaffen, in dem wir uns alle für das Wohlergehen und den spirituellen Weg anderer mitverantwortlich fühlen.

Unabhängig von der Beteiligung und Rolle bei Rigpa sind alle dazu aufgerufen, sich gemäß den geltenden Gesetzen des Landes und den in diesem Dokument beschriebenen ethischen Grundsätzen zu verhalten.

Um füreinander, für uns selbst und für unsere Gemeinschaft Sorge zu tragen, verpflichten wir uns zu den folgenden Punkten:

  • Wir handeln freundlich, herzlich und ohne zu urteilen.

  • Wir sind uns unserer Handlungen und ihrer möglichen Wirkung auf andere bewusst.

  • Wir verhalten uns weder aggressiv noch einschüchternd. Belästigung und Mobbing in jeder Form werden unter keinen Umständen geduldet.

  • Wir behandeln niemanden auf eine Weise, die körperlichen Schaden oder psychisches Trauma verursachen könnte.

Lehrende, Instruktoren und alle, die Rigpa auf jeglicher Ebene vertreten, verpflichten sich zusätzlich zu den folgenden Punkten:

  • Das Wohlergehen der einzelnen Schülerinnen und Schüler, der Rigpa-Gemeinschaft und des Buddhadharma steht an erster Stelle ihrer Motivation.

  • Sie gehen keine intime Beziehung mit einer teilnehmenden Person ein, solange sie eine Autoritätsstellung innehaben, beispielsweise während einer Veranstaltung, einem Retreat oder einem Kurs. In anderen Situationen basieren intime Beziehungen auf gegenseitigem Respekt und werden offen, nicht im Verborgenen, gelebt.

  • Sie nehmen regelmäßig an ethischen Schulungen teil, die das Erkennen von Fehlverhalten, den Umgang mit Beschwerden und das Lösen von Konflikten umfassen.

Die Vorstandsmitglieder und die Mitglieder der Geschäftsleitung verpflichten sich zudem, die höchsten Standards der gemeinnützigen Unternehmensführung einzuhalten, die Anforderungen der gesetzlichen Aufsichtsbehörden zu erfüllen und höchste Standards der finanziellen Transparenz zu wahren.

Alle bei Rigpa sind dazu ermutigt, Verstoße gegen den Verhaltenskodex über das Rigpa-Beschwerdeverfahren anzusprechen oder zu melden.

Das Dokument zum Verhaltenskodex wird von allen unterzeichnet, die an den Aktivitäten im Zusammenhang mit Rigpa beteiligt sind. Die Rigpa-Sangha hat darüber hinaus ein umfassenderes Dokument mit gemeinsamen Werten und Richtlinien erarbeitet. Bei beiden handelt es sich um lebendige, gemeinschaftlich erarbeitete Dokumente, die regelmäßig überarbeitet und aktualisiert werden.

Gemeinsame Werte und Richtlinien der Rigpa-Gemeinschaft

Die Rigpa-Gemeinschaft verpflichtet sich zu höchsten Standards in Fürsorge und ethischem Verhalten und erwartet von ihren Mitgliedern die Einhaltung des Rigpa-Verhaltenskodex und der jeweiligen nationalen Gesetze.

In den Jahren 2017 und 2018 nahm die internationale Rigpa-Gemeinschaft an einer Reihe von Workshops und Gesprächen teil und hatte die Gelegenheit, Rückmeldungen zu verschiedenen Themen einzureichen. Aus den gemeinsamen Beiträgen entstanden die folgenden Richtlinien gemeinsamer Werte, die in der Weisheit und dem Mitgefühl des buddhistischen Pfades verankert sind.

Diese gemeinsamen Werte und Richtlinien gelten für die gesamte Rigpa-Gemeinschaft, einschließlich aller Rigpa-Mitglieder sowie aller Personen, die an den Aktivitäten im Zusammenhang mit Rigpa beteiligt sind, wie Mitarbeiter*innen, Auftragnehmer*innen, Freiwillige, Kursleiter*innen, Lehrer*innen und Gastlehrer*innen aus anderen Organisationen.

Die gemeinsamen Werte und Richtlinien ergänzen den Verhaltenskodex, ersetzen ihn aber nicht.

Dieses Dokument umfasst:

  1. Allgemeine Richtlinien für die gesamte Rigpa-Gemeinschaft

  2. Spezifische Richtlinien für alle, die Rigpa vertreten

  3. Richtlinien für Instruktoren, Lehrende sowie Vorstände und Leitungsteams

Darüber hinaus werden alle Praktizierenden dazu ermutigt, die buddhistischen Gelübde, die sie möglicherweise abgelegt haben, zu ehren, seien es Gelübde der individuellen Befreiung, Bodhisattva-Gelübde oder Vajrayana-Verpflichtungen.

Für die gesamte Rigpa-Gemeinschaft:

Begehe keine einzige unheilsame Handlung

kultiviere einen Schatz an Tugend,

diesen unseren Geist zu zähmen,

das ist die Lehre aller Buddhas.

— Der Buddha

Vermeiden, anderen zu schaden

Basierend auf der Sichtweise der gegenseitigen Abhängigkeit und dem Verständnis von Karma, dem Gesetz von Ursache und Wirkung, erkennen wir an, dass all unsere Handlungen, Worte und Gedanken entsprechende Konsequenzen haben. Wir bemühen uns, zu vermeiden, anderen auf jegliche Art zu schaden. Das bedeutet:

Wir wollen ein Umfeld schaffen, das für alle sicher und unterstützend ist. Deshalb vermeiden wir jede Handlung, die mit der Absicht geschieht, Schaden zuzufügen, oder die körperlichen, emotionalen oder psychischen Schaden verursachen könnte.

Unser Ziel ist ein Umfeld frei von jeglicher Diskriminierung, sei es aufgrund von Herkunft, Alter, ethnischer Zugehörigkeit, nationaler Herkunft, Religion, Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung oder körperlicher Beeinträchtigung.

Wir respektieren die persönlichen Grenzen anderer und sorgen für uns selbst, indem wir unsere eigenen Grenzen klar kommunizieren.

Jeder Fall von verstörendem Verhalten, Einschüchterung, Mobbing oder physischer oder psychischer Belästigung muss erkannt werden, damit er sofort unterbunden werden kann.

Wir legen besonderen Wert auf den Schutz besonders schutzbedürftiger Personen, darunter Kinder und schutzbedürftige bzw. pflegebedürftige Erwachsene. Die nationalen Rigpa-Vorstände pflegen entsprechende Schutzrichtlinien gemäß den Anforderungen der jeweiligen Länder.

Wir nehmen nichts, was uns nicht freiwillig gegeben wird. Wir nutzen niemanden aus und betrügen niemanden finanziell. Wir gehen achtsam mit den Ressourcen der Sangha um und nutzen sie nicht für persönliche Zwecke. Das schließt ein, Rigpa-Materialien oder Daten nicht ohne Erlaubnis zu verwenden, und so weder das Urheberrecht noch die Vertraulichkeitsvereinbarungen zu verletzen.

Als Praktizierende auf dem Pfad pflegen wir Beziehungen mit Achtsamkeit und Freundlichkeit. Sexuelle Belästigung jeder Art, unerwünschte sexuelle Annäherungen oder unangemessenes Verhalten werden in unserer Gemeinschaft nicht toleriert.

Wir sind uns des Schadens bewusst, den Lügen, verletzende Worte, spaltende Kommunikation und gedankenloser Klatsch anrichten können. Deshalb legen wir Wert darauf, wahrheitsgemäß, freundlich und achtsam zu sprechen und Rücksicht auf die Wirkung unserer Worte zu nehmen.

In dem Bewusstsein, dass Rauschmittel unsere Fähigkeit, achtsam und mitfühlend zu handeln, beeinträchtigen können, sehen wir davon ab, während unserer Beteiligung an Rigpa-Aktivitäten Alkohol oder Drogen zu konsumieren.

Die Rigpa-Gemeinschaft bemüht sich darum, unsere schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren.

Zum Wohl aller wirken

Im Mittelpunkt unseres Handelns steht Bodhichitta: der mitfühlende Wunsch und die Verpflichtung, uns selbst und andere zum vollständigen Erwachen zu führen, einem Zustand dauerhaften Friedens und Glücks sowie der Befreiung von allem Leiden. Dies erreichen wir, indem wir unseren Geist in Liebe und Mitgefühl schulen, unsere gemeinsame menschliche Natur erkennen, uns in andere hineinversetzen und unsere Selbstbezogenheit verringern.

Mit diesem gemeinsamen Ziel vor Augen begegnen wir anderen Menschen jederzeit mit Respekt, Offenheit und Freundlichkeit. Wir bemühen uns darum, anderen zu helfen.

Wir sind bestrebt, eine Atmosphäre des Vertrauens und der Zusammenarbeit zu schaffen, in der sich alle wertgeschätzt fühlen, die Möglichkeit haben, sich einzubringen, und Verantwortung für das Wohlergehen der anderen übernehmen.

Was auch immer im Leben geschieht, ob Glück oder Unglück, wir versuchen, es in einen Pfad zum Erwachen zu verwandeln und als Möglichkeit zu nutzen, Mitgefühl gegenüber uns selbst und anderen zu vertiefen.

In Anerkennung der grundlegenden Gutheit aller Wesen begegnen wir uns selbst und anderen mit Würde und Respekt. Das bedeutet, geduldig, höflich und ermutigend mit anderen umzugehen, die Vorschläge machen oder andere Ansichten vertreten als wir selbst.

Wir sorgen füreinander und unterstützen einander auf dem Pfad sowie in unserem Studium und unserer Praxis der buddhistischen Lehren.

Den Geist schulen

Wir sind uns unserer Freiheit bewusst, durch Meditation und Reflexion geschickt mit Gedanken, Emotionen und Wahrnehmungen zu arbeiten, um Verwirrung zu klären und Weisheit entstehen zu lassen.

Wir untersuchen unsere Motivation gründlich und achten auf die Konsequenzen dessen, was wir denken, sagen und tun.

Um unseren Geist zu zähmen, zu schulen und zu transformieren, nehmen wir uns Zeit, die Lehren des Buddha zu studieren und zu praktizieren.

So oft wir können, untersuchen wir unseren Geist um Gewohnheiten wie Anhaftung, Feindseligkeit und Gleichgültigkeit zu überwinden und Qualitäten wie Vertrauen, Selbstdisziplin, Großzügigkeit, Bildung, Anstand, Selbstbeherrschung und Weisheit zu stärken.

Eintritt in den Vajrayana-Pfad

Wer sich dafür entscheidet, dem Vajrayana-Pfad zu folgen und sich von einer Meisterin oder einem Meister gemäß den Vajrayana- und Dzogchen-Lehren anleiten zu lassen, muss dafür zunächst einen formellen Antrag für diese Art der spirituellen Anleitung stellen. Diese Personen erhalten dann Unterweisungen zu den spezifischen Ethiken und Verpflichtungen des Vajrayana und Dzogchen.

Eine solche formelle Anfrage zu stellen, ist ein ernster Schritt, der erst nach Gesprächen mit erfahrenen Lehrerinnen und Lehrern über die Natur der Lehren und die Bedeutung dieser Anleitung erfolgen sollte. Sie sollte auf einer soliden Grundlage von Studium, Praxis, Untersuchung und Kontemplation durch den Schüler oder die Schülerin beruhen, die über einen längeren Zeitraum hinweg entwickelt wurde. Es liegt in der Verantwortung des Vajrayana-Meisters oder -Meisterin, den Schüler oder die Schülerin auf die Meister-Schüler-Beziehung vorzubereiten.

Solche formellen Anfragen sind vollkommen freiwillig. Wenn eine Schülerin oder ein Schüler eine solche Anfrage stellt, bedeutet das, dass er oder sie mit dieser Art der spirituellen Anleitung einverstanden ist.

Vertretung von Rigpa auf jeder Ebene

Darüber hinaus vertreten wir, wenn wir Rigpa in irgendeiner Position vertreten, auch den Dharma, und wir vermeiden nicht nur unethisches Handeln, sondern auch jeden Verdacht oder Anschein von Fehlverhalten.

Das bedeutet, wir vermeiden:

  • Unangemessenes Werben von Sponsoren oder das unangemessene Entgegennehmen von Geschenken und Gastfreundschaft.
  • Zum Zweck persönlicher finanzieller oder materieller Vorteile zu handeln.
  • Interessenkonflikte zu verbergen, die wir offenlegen müssen.
  • Unsere Qualifikationen oder Position falsch darzustellen oder unsere Rolle und die damit verbundene Autorität auszunutzen. Das schließt ein, keine intime Beziehung mit einer teilnehmenden Person einzugehen, solange wir als Autoritätsperson wahrgenommen werden, beispielsweise während einer Veranstaltung, eines Retreats oder eines Kurses. In anderen Situationen wird erwartet, dass intime Beziehungen auf gegenseitigem Respekt beruhen und offen anerkannt werden, also nicht geheim gehalten werden.

Außerdem verpflichten wir uns:

  • Rechenschaft für unsere Entscheidungen und Handlungen gegenüber dem Rigpa Vision Board, dem nationalen Team und den Rigpa-Schülern und Schülerinnen abzulegen, gemäß den festgelegten Prozessen.
  • Konflikte mit Rigpas Vision und Mission zeitnah und sorgfältig an unser nationales Team heranzutragen.

Rigpa-Lehrende, Praxishalter und Instruktoren

Dieser Abschnitt richtet sich speziell an Rigpa-Lehrende, Praxishalter und Instruktoren. Lehrende, Praxishalter und Instruktoren unterstützen Rigpas Vision und Mission. Es ist ihre Aufgabe, über das erforderliche Wissen zu verfügen, sowie selbstdiszipliniert, freundlich und warmherzig zu sein. Wir ehren das in uns gesetzte Vertrauen, indem wir unsere Aufgaben nach besten Kräften erfüllen und dabei das Ziel verfolgen, die Authentizität des Dharma zu bewahren. Dabei bemühen wir uns, transzendente Großzügigkeit, Disziplin, Geduld, Begeisterung, Meditation und Weisheit zu praktizieren und gleichzeitig Eigenschaften wie Selbstlosigkeit, Integrität, Verantwortungsbewusstsein, Offenheit, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Führungsqualitäten zu verkörpern. Wir verpflichten uns:
  • Tief über unsere Bodhichitta-Absicht nachzudenken und sie zu kultivieren.
  • Unser Studium und unsere Praxis aufrechtzuerhalten, nur das zu unterrichten, was wir persönlich studiert und praktiziert haben, und wo möglich, an fortlaufenden Instruktoren-Schulungen teilzunehmen.
  • Angemessene Grenzen zwischen unserer Rolle als Dharma-Instruktor und anderen professionellen Rollen zu wahren, die wir innehaben könnten, zum Beispiel als Berater, Gesundheitsfachkraft, Therapeut, Psychologe oder Psychiater.
  • Die Entscheidungen der zuständigen Instruktoren-Teams in unserem Land zu akzeptieren, einschließlich Entscheidungen zur Angemessenheit bestimmter Aspekte unserer Rolle als Instruktor.
  • Dem nationalen Lehr- oder Praxisteam alle Aspekte unserer persönlichen Geschichte oder aktuellen Lebenssituation offenzulegen, die unsere Rolle negativ beeinflussen könnten.
  • Unsere persönlichen Interaktionen mit Schülern und Schülerinnen vertraulich zu behandeln und, sofern angemessen und mit dem Schüler oder der Schülerin vereinbart, über getroffene Entscheidungen zu informieren.
  • Sicherzustellen, dass vertrauliche Informationen, zum Beispiel über Einzelpersonen, mit Sorgfalt und Sensibilität behandelt werden.

Gastierende Vajrayana- und Dzogchen-Lehrende

Für qualifizierte Vajrayana- und Dzogchen-Lehrende gelten spezifische Anforderungen und Verpflichtungen in Bezug auf die Tantras, die vollständig auf Bodhichitta basieren und ihnen vertraut sind. Jede Verbindung zwischen einem Schüler oder einer Schülerin und einem Lehrer oder einer Lehrerin ist einzigartig und beruht auf gegenseitigem Einverständnis. Wir möchten Folgendes hervorheben:

Es liegt in der Verantwortung des Lehrers oder der Lehrerin, den Schüler oder die Schülerin auf die Schüler-Meister-Beziehung vorzubereiten. Diese Beziehung muss bewusst und durch eine formelle Anfrage des Schülers oder der Schülerin zustande kommen. Der Schüler oder die Schülerin muss zunächst ein solides Fundament aus Studium, Praxis, Untersuchung und Kontemplation aufbauen und mit erfahrenen Instruktoren über die Natur der Lehren und darüber sprechen, was es bedeutet, diese Art spiritueller Anleitung zu empfangen.

Es ist völlig in Ordnung, dass sowohl Schüler oder Schülerin als auch Lehrer oder Lehrerin ihre Grenzen klar kommunizieren, und dass der Schüler oder die Schülerin mit Unterstützung erfahrener Schüler oder Schülerinnen oder Instruktoren Klärungen beim Lehrer oder der Lehrerin einholt.

Vorstände und Leitungsteams

Dieser Abschnitt richtet sich speziell an Vorstände und Leitungsteams.

Wir verpflichten uns zu höchsten Standards in der gemeinnützigen Unternehmensführung, zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften des jeweiligen Landes und zu größtmöglicher finanzieller Transparenz.

Dies ist ein lebendiges Dokument, das regelmäßig überprüft wird.

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