Meditieren Lernen
Beim Meditieren geht es nicht ums Tun, sondern ums Sein. Die Schritte dazu sind ganz einfach und führen uns gleichzeitig dazu, unseren Geist und seine Gewohnheiten besser kennenzulernen, behutsam mit unseren Gefühlen umzugehen und die Ablenkungen des Alltags nach und nach loszulassen. Auf diese Weise kann Meditation uns von Grund auf verwandeln.
In der Stille der Meditation lichten sich die dichten Wolken des rastlosen Geistes und geben den Blick frei auf den weiten Himmel unseres wahren Wesens. Wir finden mehr Klarheit, innere Stärke und eine echte Verbindung zu anderen. Meditation holt uns ins Hier und Jetzt. Sie bringt uns in Berührung mit dem, wer wir wirklich sind – sodass wir uns in unserer eigenen Haut zuhause fühlen.
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Sogyal Rinpche
Facing Death is Facing Ourselves
Der Weg des Meditieren-Lernens
Meditation beginnt mit ruhigem Verweilen, auf Tibetisch Shamatha genannt. Wir sind einfach gewahr, einfach präsent, ohne aktiv zu meditieren. Wir lernen, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen, ohne abgelenkt zu sein.
Mit der Zeit können wir unsere Praxis durch verschiedene Methoden vertiefen, indem wir uns beispielsweise auf ein Objekt wie den Atem ausrichten. Dadurch gelangen wir zu einem Zustand tiefen Friedens, wir können die wahre Natur unseres Geistes erahnen und so das Fundament für dauerhaften inneren Frieden legen.
Probieren Sie eine geführte Meditation aus
Erkenne den Himmel in dir, mit Tenzin Jigme
Meditation im Wechsel von Atem und Achtsamkeit, mit Mary Ellen
Ruhe in der Achtsamkeit des Augenblicks, mit Patrick
“In der Stille und Ruhe der Meditation erhalten wir einen Einblick in diese tiefe, innere Natur, die wir vor ewigen Zeiten in der Abgelenktheit und hektischen Geschäftigkeit unseres Geistes aus den Augen verloren haben, und kehren zu ihr zurück.”
Sogyal Rinpoche
Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben
Die Stufen der Meditationspraxis
Am Anfang ist Stille
Als Erstes bringen wir den Geist nach Hause: Wir sitzen, bemerken Ablenkungen einfach, und kehren sanft zu unserem Objekt zurück, zum Beispiel dem Atem.
Gewahrsein ohne bestimmten Fokus
Je ruhiger der Geist wird, desto mehr können wir einfach gewahr sein, gegenüber allem, was auftaucht, in uns oder um uns herum. Ohne Ablenkung und ohne uns auf ein Objekt stützen zu müssen.
Gefühlen Raum geben
Gedanken und Gefühle kommen auf, das ist völlig normal. Wir kämpfen weder gegen sie an, noch jagen wir ihnen hinterher. Wir lassen sie kommen und gehen, vom Gewahrsein gehalten. Was wir auf dem Kissen üben, hilft uns dann ganz von selbst auch im Alltag.
Meditation in der Handlung
Diese Methoden werden lebendig, wenn wir sie in den Alltag integrieren: im Gespräch, beim Kochen, in Meetings, in der Fürsorge für andere. Achtsamkeit, Gewahrsein und innere Weite werden so zu gelebter Erfahrung, für uns und für alle um uns herum.
Meditation jenseits der Religion
Die Meditation bei Rigpa wurzelt in den authentischen Lehren des Buddha, besonders in der Nyingma-Tradition des tibetischen Buddhismus, seiner ältesten Schule.
Sogyal Rinpoche beschreibt Meditation als eine “Übung, die kulturelle und religiöse Grenzen überschreitet, und die denen, die sie üben, einen direkten Kontakt mit der Wahrheit ihres Seins ermöglicht. Meditation ist eine Praxis, die die Dogmen der Religionen überschreitet und gleichzeitig Essenz aller Religion ist.”
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