Was ist Buddhismus?

Der Buddhismus ist eine der sechs Weltreligionen und wird manchmal auch als Philosophie, spiritueller Pfad oder Lebensweise bezeichnet.

Im Buddhismus steht die Schulung des Geistes im Mittelpunkt. Wenn wir unseren Geist nicht kontrollieren können oder missverstehen, kann er zu einer Quelle endloser Probleme werden. Lernen wir unseren Geist aber kennen und trainieren ihn, wird er zu unserem größten Verbündeten und kann in uns selbst und der Welt Klarheit, Wohlbefinden und echte Veränderung bewirken.

„Der Geist ist die Wurzel von allem: der Schöpfer von Glück und der Schöpfer von Leid, der Schöpfer von Samsara und der Schöpfer von Nirvana.“ Buddha Shakyamuni, Dhammapada

Wir betreten den buddhistischen Pfad hier und jetzt, als ganz gewöhnliche Menschen. Er bietet uns praktische Werkzeuge wie Meditation und Achtsamkeit, mit denen wir unseren Geist besser kennenlernen, unsere innewohnenden positiven Qualitäten entfalten und einen Weg aus dem Leiden heraus finden können.

„Der Geist ist die Wurzel von allem: der Schöpfer von Glück und der Schöpfer von Leid, der Schöpfer von Samsara und der Schöpfer von Nirvana.“ Buddha Shakyamuni, Dhammapada

Ursprung und Entwicklung des Buddhismus

Der Buddhismus entstand vor rund 2.500 Jahren mit den Lehren von Buddha Shakyamuni, der im 6. Jahrhundert v. Chr. in Indien und Nepal lebte. Basierend auf den tiefen Einsichten, die er in der Meditation gewonnen hatte, lehrte der Buddha einen Pfad der Weisheit, des Mitgefühls und der inneren Freiheit.

Mit der Verbreitung der buddhistischen Lehren in Asien und darüber hinaus passten sie sich an die jeweiligen Kulturen an und begründeten so reiche Traditionen der Kunst, Architektur, Musik, Feierlichkeiten und sogar antike Universitäten. Über all diese Jahrhunderte hinweg blieb die Kernbotschaft des Buddha über Weisheit und Mitgefühl unverändert. Sie zeigt uns, dass jeder von uns das Potenzial in sich trägt, die Natur des Geistes zu erkennen und zu erwachen.

Der Buddhismus lehrt die Erleuchtung als etwas, das jedem von uns offensteht: ein Zustand, in dem wir mit der wahren Natur der Wirklichkeit in Einklang sind und aus dem Klarheit und Liebe ganz natürlich hervorströmen. Und selbst wenn dieses Ziel zwar weit entfernt scheint, können die praktischen Werkzeuge und Einsichten des buddhistischen Pfades uns auch im Alltag Klarheit, inneren Frieden und Bedeutung schenken.

Ein Pfad des Mitgefühls und des inneren Friedens

Durch Übungen, die inneren Frieden und Mitgefühl kultivieren und stärken, beginnen wir die Enge des Egos und Leid erzeugende Gewohnheiten loszulassen. Schritt für Schritt finden wir zu unserer wahren Natur zurück, einer lebendigen, liebevollen Präsenz, die uns selbst und anderen zugutekommt.

Erfahre mehr über Meditation und Mitgefühl.

POTALA PALAST, TIBET

Buddhismus in Tibet

Nachdem sich die Lehre des Buddha in ganz Asien verbreitete, erreichte sie zuletzt den Himalaya und die Mongolei. So wurde der Buddhismus in Tibet zunächst im 6. Jahrhundert eingeführt und im 8. Jahrhundert unter König Trisong Detsen fest verankert. Während dieser Periode wurden große indische Meister wie Shantarakshita, Guru Padmasambhava und Vimalamitra nach Tibet eingeladen und das erste Kloster des Landes in Samye gegründet. In den folgenden Jahrhunderten entstanden mehrere buddhistische Schulen, wobei Nyingma, Sakya, Kagyü und Gelug als die bedeutendsten gelten.

Der tibetische Buddhismus ist reich an geschickten Methoden, die über Jahrhunderte verfeinert wurden: grundlegende Meditationsübungen zur Beruhigung und Stabilisierung des Geistes; kontemplative Methoden zur Entfaltung tiefer Weisheit und echten Mitgefühls; sowie Visualisationsübungen, Mantra-Rezitation und tiefgehende Meditationen, durch die wir unmittelbar zur Erkenntnis unserer wahren Natur und der Wirklichkeit selbst gelangen können.

In den letzten Jahrzehnten sind Buddhismus und westliche Wissenschaft in einen fruchtbaren Dialog getreten – mit bemerkenswerten Ergebnissen: Die Forschung hat die Wirkung von Meditation und Mitgefühl eindrucksvoll belegt und neue Wege aufgezeigt, wie sich diese Methoden in Medizin, Psychologie, Bildung, Umweltschutz und anderen Bereichen anwenden lassen. 

Was der Buddha lehrte und inwiefern seine Lehre für uns relevant ist

Entdecke die zentralen Themen buddhistischer Lehre in dieser Sammlung kurzer Einführungsbelehrungen. Sie umfasst Behlerungen von Rigpa-Lehrer*innen sowie Meisterinnen und Meistern der tibetisch-buddhistischen Tradition: Dzogchen Ponlop Rinpoche, Dzongsar Khyentse Rinpoche, Jetsün Khandro Rinpoche, Sogyal Rinpoche und anderen.

Diese Belehrungen sind auf Rigpas Online-Plattform ‘Prajna’ verfügbar.

Diese Sammlung kurzer Belehrungen lädt uns ein, über das Leben und Beispiel des Buddha nachzudenken, sowie darüber, was es bedeutet, sich auf einen spirituellen Weg einzulassen.

Dabei beleuchtet sie grundlegende Themen der buddhistischen Lehre, die für den gesamten Pfad von Bedeutung sind, ob wir nun gerade erst beginnen oder bereits mit den Grundsätzen vertraut sind.

‘Discovering Buddhism‘ bietet einen Überblick über den Buddhismus hinsichtlich seiner Geschichte, seiner zentralen Ideen, Traditionen und Praktiken.
Erhältlich bei ZAM

‘A New Way of Seeing’ lädt uns ein, uns auf den dynamischen Prozess einzulassen, die Aussagen Buddhas zu hinterfragen, wodurch wir unser eigenes Denken neu bewerten und zu neuer Klarheit gelangen können.
Erhältlich bei Troubador

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